20 Jahre Königsblau Metelen

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Schalke-Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Stefan Gesenhues (r.) stand Rede und Antwort. Ralph Möllers moderierte den Talk.

Insider plaudern mit Fans

Das Fußballherz des Bürgermeisters schlägt zwar für einen anderen Verein, aber das, was Gregor Krabbe am Sonntagmorgen beim Frühschoppen des Schalke-Fanclubs Königsblau hörte, gefiel ihm dennoch. „Das war schon sehr interessant“, resümierte er nach rund anderthalb Stunden Informationen über Abläufe, die im Gelsenkirchener Stadion im Hintergrund geschehen. Insider erzählten davon im Plauderton.

Weil der Fanclub sein 20-jähriges Bestehen feierte, hatte er besondere Gäste in die Gaststätte Kock eingeladen. Ralph Möllers übernahm die Moderation der beiden Talkrunden. Seinen Fragen stellten sich zunächst der Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann, die Leiterin des Kundenservices bei Schalke 04, Ursula Wiegmann, sowie Ansgar Stening als Abteilungsleiter Einsatzplanung bei der Berufsfeuerwehr in Gelsenkirchen.

In der zweiten Runde stand Prof. Dr. Stefan Gesenhues Rede und Antwort. Der Mediziner aus Ochtrup gehört seit Kurzem dem Aufsichtsrat an. Er hielt beispielsweise Entwicklungen von Mentorenprogrammen für vielversprechend und sprach von der Hoffnung, junge, hoch talentierte Spieler aus der Knappenschmiede stärker an den Verein binden zu können. Auf Möllers Frage, ob es einfacher sei, einem Kranken Erleichterung zu verschaffen oder einem Schalke-Fan, antwortete Gesenhues: „Es gibt keine geduldigeren Fans als die von Schalke.“

Wenn ein Interviewpartner wegbricht

Flexibel sein bei Änderungen im Ablaufplan, das gehört neben vielen anderen zu den Aufgaben des Stadionsprechers. „Wenn zum Beispiel noch eine Gedenkminute eingebaut werden muss oder ein Interviewpartner wegbricht, muss darauf entsprechend reagiert werden“, erläuterte Oberschulte-Beckmann. Auch eine beabsichtigte Zusammenfassung von Höhepunkten aus dem vorangegangenen Spiel erübrige sich zuweilen: „Bei einer 0:3-Klatsche gibt es keine Highlights.“

In Ursula Wiegmanns Bereich fällt insbesondere der Kartenverkauf. Darüber hinaus kümmert sie sich um Besucher, wenn es etwa Probleme beim Einlass gibt, was unterschiedliche Ursachen haben kann, angefangen von der eher simplen Tatsache, dass man die Tickets zu Hause vergessen hat. „Es gibt eigentlich keine Situation, die wir nicht lösen können“, sagte die erfahrene Mitarbeiterin.

Interessante Details steuerte auch Ansgar Stening bei. In der Regel seien bei den Bundesligaspielen etwa 17 Feuerwehrleute vor Ort, die den Brandsicherheitswachdienst übernehmen. Eine eventuelle Räumung der Arena kann laut Stening innerhalb von nur 90 Sekunden über die Bühne gehen.

Der Beiratsvorsitzende des Schalker Fanclub-Verbandes und zweite Vorsitzende des Fanclubs Königsblau, Thomas Köning, sagte mit Blick auf die vergangenen 20 Jahre: „Wir haben zusammen gejubelt, geweint und viele Freundschaften geknüpft.“ Dokumentiert ist dies und vieles andere von Hans Köning auf zwei DVDs mit insgesamt 1125 Fotos. Fünf Euro kosten beide zusammen, das Geld fließt in die Aktion „Schalke hilft“.

Und hier sind einige Fotos

Foto und Text: Dorothee Zimmer MZ/WN

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